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Freie Wähler Immenstaad: Ein kurzer historischer Rückblick
 
In Baden-Württemberg haben parteiunabhängige Bürgervereinigungen zur Mitwirkung an der kommunalen Willensbildung eine lange und erfolgreiche Tradition. So wurde auch in Immenstaad bis zur Wahl im Jahr 1968 Kommunalpolitik von Gemeinderäten gemacht, die parteipolitisch ungebunden waren. Die politische Willensbildung geschah seinerzeit in verschiedenen locker organisierten politischen Vereinigungen ohne Vereinsstatus, die zum Teil phantasievolle Namen hatten, wie "Junge Wählergemeinschaft", "Fortschrittliche Bürgerliste", "Interessengemeinschaft Fremdenverkehr" oder "Freie Arbeiterliste" etc.
 
Erst mit der Gründung der Ortsvereine von SPD und CDU in Immenstaad, Ende der sechziger Jahre, schlossen sich auch die Vertreter der parteilosen politischen Vereinigungen zur "Freien Wähler Vereinigung Immenstaad (FWV)" zusammen. Entsprechend der Tradition zunächst immer noch ohne Vereinsstatus mit dem klaren Ziel, das in Baden-Württemberg und Immenstaad bisher so erfolgreiche Persönlichkeits-Wahlrecht weiter zu verteidigen und Parteipolitik aus dem Gemeindeparla-ment herauszuhalten.
Bei der Kommunalwahl 1971 bewarb sich dann neben den Listen der SPD und der CDU erstmals ein Liste "Freie Wählervereinigung Immenstaad" um Sitze im Gemeinderat. Diese erste offizielle FWV-Fraktion im Immenstaader Rat wurde von Hans Meichle und Ilse Heger geführt. Vertreter für Kippenhausen war Josef Spinnenhirn.
 
Als Immenstaad in den siebziger Jahren massiv wuchs, bedingt vor allem durch die starke Expansion der Firma Dornier, gab es eine Fülle von neuen Aufgaben, Prob-lemen und Konflikten, die manchmal auch zu scharfen, parteipolitisch gefärbten Auseinandersetzungen im Gemeinderat und in der Bürgerschaft führten. In dieser Situation waren es vor allem die Freien Wähler, die den Ausgleich der Interessen auf sachlicher Ebene suchten. Ein wichtiges Element dabei war die Integration der "Neubürger" in das politische Leben im Ort. Bei der Aufstellung der Wahlvorschläge für die Gemeinderatswahlen wurden daher neben "bewährten" Alt-Immenstaadern auch bewußt "Neu-Immenstaader" aufgestellt. Dies entsprach und entspricht noch immer einer wesentlichen Leitlinie der Freien Wähler, dass ein Wahlvorschlag möglichst Vertreter aller Bevölkerungsschichten des Ortes enthalten sollte. Nur so bestand und besteht die größte Chance,dass alle in der Bürgerschaft vertretenen Mei-nungen auf den Tisch kommen und faire Kompromisse erarbeitet werden können. Als erste Vertreter der "Neubürger" auf der FWV-Liste wurden 1975 Horst Wünnenberg  in den Gemeinderat und Dr. Volker Speidel in den Kippenhausener Ortschaftsrat gewählt. Horst Wünnenberg war bis zu seinem berufsbedingten Ausscheiden 20 Jahre lang Sprecher der FWV-Gemeinderatsfraktion und erster Vorsitzender des 1983 gegründeten Ortsverbandes.
 
Die Gründung eines offiziellen Ortsverbandes mit Vereinsstatus und Mitgliedschaft im Landesverband der Freien Wähler war seinerzeit notwendig geworden, da die Landesparteien im Landtag immer wieder versucht hatten, den Freien Wählern bei der Aufstellung der Wahlvorschläge das Leben schwer zu machen. Man wollte sie in die Ecke von unorganisierten Bürgerinitiativen drängen, und das gerade in Baden-Württemberg traditionsreiche Persönlichkeits-Wahlrecht mit Kumulieren und Panaschieren aushöhlen. Als offizieller Ortsverband sind die Freien Wähler Immenstaad rechtlich den Ortsvereinen der Parteien gleichgestellt. Der Landesverband achtet darauf, dass die traditionellen Rechte der Freien Wähler im Land nicht beschnitten, und die Besonderheiten des Kommunalwahlrechts insbesondere das Persönlichkeits-Wahlrecht, erhalten bleibt. Um zu einem einheitlichen Erscheinungsbild der Freien Wähler im Land beizutragen, erfolgte 2003 die Namensänderung von "Freie Wähler Vereinigung Immenstaad" (FWV) in "Freie Wähler Immenstaad FWI".
 
Ab 1994 war Dr. Rainer Heger Vorsitzender des Ortsverbandes, Fraktionssprecher ist Norbert Dikreiter. Außerdem stellten die Freien Wähler seit 1994 mit Frau Karin Bank den Ersten stellvertretenden Bürgermeister. 1999 gingen die Freien Wähler mit 7 Sitzen erstmals als stärkste Fraktion aus der Kommunalwahl in Immenstaad hervor.
Immenstaads Bürgermeister Jürgen Beisswenger ist nicht Mitglied des Ortsverbandes; aber er ist als Kreisrat Mitglied der Kreistagsfraktion der Freien Wähler und Einzelmitglied im Landesverband.
Bei der Kommunalwahl 2004 wurden folgende 7 Freie Wähler in den Gemeinderat gewählt: Karin Bank ( 1.stellvertende Bürgermeisterin ), Manfred Bauer, Norbert Dikreiter, Dr. Rainer Heger, Petra Müller, Johann  Peter Veeser, und Kurt Reichle als Vertreter von Kippenhausen. In den Ortschaftsrat Kippenhausen wurde Kurt Reichle gewählt.
Im Jahr 2008 übergab unser langjähriger 1.Vorsitzender Dr. Rainer Heger Den Vorsitz an seinen Nachfolger Kurt Reichle weiter. Er blieb aber als 2.Vorsitzender weiterhin in verantwortlicher Position.
Im Jahr 2009 fand die nächste Kommunalwahl statt bei der folgende  Mitglieder in den Gemeinderat gewählt wurden: Karin Bank, Helga Bauer, Edwin Brügel, Langenstein Hubert, Johann Peter Veeser und Kurt Reichle als Vertreter von Kippenhausen. Kurt Reichle und Wolfgang Saupp wurden in den Ortschaftsrat von Kippenhausen gewählt.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde Andreas Graf, der seit 2010 2. Vorsitzender war, zum 1.Vorsitzenden gewählt und Kurt Reichle übernahm die Position des 2.Vorsitzenden.
Im Oktober 2013 schied unsere langjährige Gemeinderätin und 1. Bürgermeisterstellvertreterin Karin Bank auf eigenen Wunsch aus dem
Gemeinderat aus und Andreas Graf rückte für Sie in den Gemeinderat  nach. Edwin Brügel wurde daraufhin zum 1.Bürgermeisterstellvertreter gewählt.

 
 
(Verfasser:  Horst Wünnenberg Januar 2004)  



Mitglied im  Landesverband Baden Württenberg e.V.